Villars-sur-Ollon – 21.06.2026: Tadej Pogačar hat die 89. Tour de Suisse mit einem beeindruckenden Solosieg auf der letzten Etappe in Villars-sur-Ollon für sich entschieden und damit den Gesamtsieg gesichert. Der slowenische Radprofi vom UAE Team Emirates-XRG dominierte die 144 Kilometer lange Strecke mit 2.400 Höhenmetern und baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus.
Gleich zu Beginn des Rennens setzte Pogačar ein Ausrufezeichen, als er die erste Etappe mit einem 70 Kilometer langen Soloangriff für sich entschied. Dabei distanzierte er seine Konkurrenten deutlich. An zweiter Stelle folgte Richard Carapaz (EFE) mit einem Rückstand von 2:22 Minuten, während Andrea Bagioli (Lidl-Trek) als Dritter des Tages 2:39 Minuten auf den Sieger verlor.
Auf der zweiten Etappe in Locarno konnte sich Romain Grégoire (Groupama-FDJ United) in einem spannenden Sprint gegen Pogačar durchsetzen. Dennoch behielt Pogačar das Gelbe Trikot und vergrößerte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 2:50 Minuten gegenüber Carapaz.
Ein weiterer Höhepunkt war die vierte Etappe, ein 23,7 Kilometer langes Einzelzeitfahren in Aarburg. Pogačar gewann dieses Zeitfahren mit einer Zeit von 26 Minuten und 37 Sekunden, knapp vor Mathieu van der Poel (Alpecin-Premier Tech), den er um nur 31 Hundertstelsekunden auf den zweiten Platz verwies.
Die abschließende letzte Etappe führte über anspruchsvolle Bergwege in Villars-sur-Ollon. Pogačar setzte sich erneut in einem beeindruckenden Soloritt durch und sicherte sich nicht nur den Tagessieg, sondern auch seinen Gesamtsieg mit einem deutlichen Vorsprung.
Die Tour de Suisse 2026 fand vom 17. bis 21. Juni statt und umfasste fünf Etappen mit insgesamt 634,5 Kilometern Strecke. Das Rennen wurde in einer verkürzten Form ausgetragen, um die Interaktion mit den Fans durch abwechslungsreiche Rundkurse zu fördern und renommierte Fahrer vor der Tour de France zu versammeln.
Pogačars Triumph in der Schweiz ist bereits sein dritter bedeutender Sieg in dieser Saison, nachdem er zuvor die Tour de Romandie gewonnen hatte. Seine starke Form in der Vorbereitungsphase macht ihn zum Hauptfavoriten für die in zwei Wochen startende Tour de France, die wichtigste Rundfahrt des Jahres.
Neben seinen beeindruckenden Einzelleistungen zeigte Pogačar auf der Tour de Suisse erneut seine Vielseitigkeit, von langen Soliattacken bis hin zu Zeitfahren und Bergetappen. Seine herausragende Leistung gilt als klare Kampfansage an die Konkurrenz, vor allem aus dem Fahrerlager der Grand Tours.
Mit seiner aktuellen Dominanz setzt Pogačar neue Maßstäbe und bestätigt seine Rolle als einer der besten Radprofis der Welt. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob er diesen Erfolg bei der Tour de France fortsetzen kann und seinen Status als einer der Top-Favoriten weiter festigen wird.
Quellen
- cyclingnews.com
- cyclingweekly.com
- 20minutes.fr