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Daniel Ivers · 05.07.2026

Vater und Sohn in Montélimar bei gewaltsamer Wohnhauseintrusion durch Schüsse schwer verletzt

Montélimar – 04.07.2026: In der Nacht von Freitag auf Samstag sind in Montélimar bei einem gewaltsamen Eindringen in ein Wohnhaus zwei Männer durch Schüsse schwer verletzt worden. Nach Angaben der Rettungsdienste wurden Einsatzkräfte kurz vor 3:30 Uhr alarmiert; vor Ort fanden sie einen 50‑jährigen Mann mit einer Schussverletzung im Rücken und seinen 22‑jährigen Sohn, der am Bein getroffen worden war. Beide wurden notfallmedizinisch versorgt und in Krankenhäuser der Region gebracht. Ihr Zustand wurde von den Behörden als ernst beschrieben.

Ersten Erkenntnissen zufolge wurden die Opfer im eigenen Haus überrascht. Der Vater soll im Inneren des Gebäudes getroffen worden sein, während der Sohn nach eigenen Angaben durch Geräusche geweckt wurde und beim Eintreffen auf die Täter verletzt wurde. Hinweise auf Brandbeschleuniger oder Sprengmittel liegen nicht vor. Zur genauen Tatwaffe machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Spezialisierte Ermittler der Kriminalpolizei und die Spurensicherung dokumentierten Einschusslöcher, sicherten Patronenhülsen und nahmen in der Nachbarschaft Zeugenaussagen auf. Auch Aufnahmen aus privaten Überwachungskameras und Klingelkameras werden ausgewertet. Ziel der Ermittlungen ist es, die Abfolge der Ereignisse in der Nacht zu rekonstruieren, Fluchtwege zu identifizieren und eine mögliche Anzahl der beteiligten Personen einzugrenzen.

Die Staatsanwaltschaft in Valence übernahm die Leitung des Verfahrens und leitete Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts und schwerer Körperverletzung ein. Zudem wird geprüft, ob Parallelen zu früheren Vorfällen in der Umgebung bestehen. Bis Samstagabend lagen keine Hinweise auf festgenommene Tatverdächtige vor. Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die in der fraglichen Nacht Auffälligkeiten bemerkt haben oder über Videoaufnahmen verfügen, sich beim zuständigen Kommissariat zu melden.

Die Gemeinde zeigte sich besorgt und kündigte eine vorübergehend verstärkte Präsenz von Polizei und Gendarmerie an, insbesondere in den Nachtstunden. Für Anwohnerinnen und Anwohner richtete das Rathaus eine Kontaktstelle für Hinweise und psychosoziale Unterstützung ein. Angehörige der beiden Verletzten werden laut Präfektur von Krisenbetreuern begleitet; weitere persönliche Angaben werden aus Opferschutzgründen nicht veröffentlicht.

Die Ermittlungen dauern an. Sobald belastbare Ergebnisse vorliegen – etwa zu Motiv, Anzahl der Täter oder der verwendeten Waffe – wollen Staatsanwaltschaft und Polizei informieren. Bis dahin bitten die Behörden um Zurückhaltung gegenüber unbestätigten Spekulationen, um die Arbeit der Ermittler nicht zu beeinträchtigen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Le Dauphiné Libéré