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NEWSDESK · 01.07.2026

Venezuela: Internationale Rettungsteams schildern dramatische Einsätze nach Doppelbeben

Caracas – 01.07.2026: Eine Woche nach den zwei heftigen Erdbeben an der venezolanischen Küste dauern Suche und Bergungen unter großen Anstrengungen an. Behörden sprechen von massiven Schäden an Wohnhäusern, Krankenhäusern und Verkehrswegen entlang der Karibikküste, insbesondere in den Bundesstaaten La Guaira und Carabobo. Immer wieder erschweren Nachbeben die Arbeit, Trümmer müssen gesichert, einsturzgefährdete Fassaden abgestützt und Gasleckagen beseitigt werden. Viele Anwohner verbrachten weitere Nächte im Freien, weil ihre Gebäude unbewohnbar oder ohne Strom und Wasser sind.

Nach offiziellen Angaben sind Hilfsteams aus rund 30 Ländern im Einsatz. Dazu zählen Suchhunde-Einheiten, technische Ortungstrupps und Notfallmediziner. Aus Frankreich trafen 85 Spezialisten der Sécurité civile ein, ausgerüstet mit akustischen Ortungsgeräten, Endoskopen und aufblasbaren Stützkissen. Die Einsatzkräfte berichten von Schichten rund um die Uhr und von Rettungen, bei denen Verschüttete nach Dutzenden Stunden lebend geborgen wurden. In den improvisierten Behandlungsbereichen kümmert sich medizinisches Personal um Traumata, Dehydrierung und Infektionen; zugleich werden Verletzte in weniger betroffene Kliniken verlegt.

Die Koordination der internationalen Hilfe erfolgt in Abstimmung mit den venezolanischen Katastrophenschutzbehörden und den Vereinten Nationen. Priorität hat weiterhin die Suche nach Überlebenden sowie die Sicherung kritischer Infrastrukturen: Trinkwasserversorgung, Notstrom für Kliniken und die Wiederherstellung von Verkehrsachsen. An mehreren Hafen- und Flughäfen wurden humanitäre Luft- und Seebrücken eingerichtet, um schweres Gerät, Zelte, Wasseraufbereitungsanlagen und medizinisches Material schnell in die betroffenen Gebiete zu bringen. Logistische Engpässe bestehen vor allem bei Treibstoff, Schutzausrüstung und Ersatzteilen für Räumfahrzeuge.

Experten verweisen darauf, dass bei einem Doppelbeben dieser Stärke Nachbeben noch über Tage auftreten können. Für die Bevölkerung wurde daher ein Netz von Notunterkünften ausgebaut, in dem Trinkwasser, Nahrungsmittel und Basisgesundheitsdienste bereitstehen. Ingenieure prüfen parallel die Statik öffentlicher Gebäude, Schulen und Brücken. Internationale Partner bieten Unterstützung für die mittel- und langfristige Wiederaufbauplanung an, darunter technische Beratung zu erdbebensicherem Bauen und zur schnellen Reparatur von Strom- und Wassernetzen.

Während die Rettungsphase weiterläuft, rückt die Versorgung der Überlebenden in den Vordergrund. Hilfsorganisationen warnen vor gesundheitlichen Risiken in überfüllten Unterkünften und werben um zusätzliche Sanitäranlagen, Moskitonetze und Impfstoffe. Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, Absperrungen zu respektieren und Gerüchte zu vermeiden. Offizielle Informationen sollen gebündelt über Zivilschutzkanäle und kommunale Notfallstellen erfolgen, um die Einsätze nicht zu behindern.

Quellen

  • Franceinfo
  • Euronews
  • TF1
  • AFP
  • Reuters