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Daniel Ivers · 12.07.2026

Waldbrand bei Almeria: Zwolf Tote nach Feuer in Los Gallardos

Los Gallardos – 12.07.2026: Uber den trockenen Hugeln nordlich der Mittelmeerkuste hangt noch immer der Geruch von Asche. Der Waldbrand, der am Donnerstagabend nahe Los Gallardos in der Provinz Almeria ausbrach, hat nach Angaben der andalusischen Einsatzleitung mindestens zwolf Menschen das Leben gekostet. Fur die kleinen Orte der Region ist es eine Katastrophe, deren Folgen weit uber die verbrannten Flachen hinausreichen.

Das Feuer breitete sich in einem Gebiet am Rand der Sierra de los Filabres aus, wo Wald, Buschland und landwirtschaftliche Flachen ineinander ubergehen. Die Flammen erfassten auch eine Gegend mit vielen auslandischen Bewohnern und Ferienhausern. Menschen versuchten, die Gefahrenzone mit Autos oder zu Fuss zu verlassen. Mehrere Opfer wurden nach bisherigen Angaben auf Fluchtwegen entdeckt.

Die Behorden hatten am Freitag zunachst 23 Menschen als nicht auffindbar gemeldet. Acht Verletzte wurden registriert, mehrere von ihnen schwer. Die Identifizierung der Toten ist noch nicht abgeschlossen: Forensiker nahmen DNA-Proben, nachdem die Obduktionen beendet worden waren. Zu den Nationalitaten der Opfer liegen bislang nur vorlaufige Angaben vor. Die spanischen Stellen stehen dazu mit mehreren auslandischen Regierungen in Kontakt.

Hunderte Feuerwehrleute, Soldaten der Militarischen Notfalleinheit und Luftfahrzeuge waren im Einsatz. Nach neuesten Angaben wurden rund 66 Quadratkilometer Wald und Agrarland vom Brand betroffen. Kontrollierte Gegenfeuer sollten die Ausbreitung an besonders gefahrdeten Abschnitten bremsen. Schwacherer Wind und hohere Luftfeuchtigkeit erleichterten die Arbeit der Einsatzkrafte, doch das grosse, unubersichtliche Brandgebiet bleibt eine Belastung.

Die Ursachen des Feuers sind weiterhin nicht abschliessend geklart. Ermittler und Fachleute mussen nun rekonstruieren, wie sich der Brand so schnell entwickeln konnte und welche Wege den Betroffenen noch offenstanden. Die Aussagen der Behorden zu einzelnen Fluchtversuchen sind Teil dieser laufenden Aufarbeitung. Eine abschliessende Bewertung ware zum jetzigen Zeitpunkt verfruht.

Andalusiens Regionalprasident Juan Manuel Moreno sprach von verheerenden Folgen. Auch Spaniens Ministerprasident Pedro Sanchez bekundete den Angehorigen der Opfer sein Mitgefuhl. Fur die Menschen in Los Gallardos und den umliegenden Ortschaften beginnt neben dem Einsatz gegen die Glut nun die Suche nach Vermissten, die Sorge um Verletzte und die Ruckkehr in beschadigte Wohngebiete.

Der Brand zahlt zu den folgenschwersten Waldbranden Spaniens der vergangenen Jahrzehnte. Die Region war zuvor von grosser Hitze und ausgetrockneter Vegetation gepragt. Entscheidend bleibt nun, dass Einsatzkrafte alle Brandrander sichern und die Behorden den Angehorigen verlaessliche Informationen geben konnen. Jede weitere Bilanz kann sich noch andern.

Quellen

  • Associated Press
  • EFE
  • Europa Press