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Daniel Ivers · 20.07.2026

Waldbrand bei Taradeau: Einsatz gegen letzte Glutnester im Var dauert an

Taradeau – 20.07.2026: Über den verbrannten Hängen zwischen Taradeau und Les Arcs-sur-Argens liegt noch immer der Geruch von Rauch. Der große Vegetationsbrand, der am Sonntagnachmittag ausbrach, hat nach dem derzeitigen Stand rund 200 Hektar erfasst. Am Montagmittag war das Feuer noch nicht endgültig unter Kontrolle. Die Lage galt nach Angaben der Einsatzkräfte jedoch als günstiger als in der Nacht.

Rund 360 Feuerwehrleute blieben am Montag an der Brandstelle im Département Var eingesetzt. Ihre Arbeit konzentrierte sich auf Glutnester und schwer zugängliche Bereiche, von denen bei Wind erneut Gefahr ausgehen kann. In der Nacht zuvor waren zeitweise mehr als 600 Kräfte mobilisiert worden. Die Löscharbeiten sollen deshalb auch nach dem sichtbaren Rückgang der Flammen fortgesetzt werden.

Das Feuer war am Sonntag, 19. Juli, gegen 15 Uhr in der Gemeinde Taradeau ausgebrochen und hatte sich durch Wind rasch in Richtung Les Arcs-sur-Argens ausgebreitet. Für Menschen in den betroffenen Ortsteilen bedeutete das zunächst Ungewissheit: Vorsorglich mussten einige Bewohner ihre Häuser verlassen. Später konnten Betroffene nach Angaben der Behörden in ihre Wohngebiete zurückkehren.

Die Feuerwehr setzte neben den Einheiten am Boden auch Löschmittel aus der Luft ein. Entscheidend blieb jedoch die Arbeit der Teams auf den schmalen Zufahrten und in dem teils steilen Gelände. Dort werden Brandränder kontrolliert, Vegetation abgelöscht und mögliche Rückzündungen beobachtet. Eine endgültige Entwarnung hängt davon ab, ob alle versteckten Glutstellen erreicht werden können.

Die Ursache des Brandes war am Montag nicht öffentlich geklärt. Behörden nannten zunächst keine Angaben zu einem möglichen Auslöser. Für die Ermittlungsbehörden beginnt in solchen Fällen die Spurensuche erst, wenn die Einsatzstelle ausreichend gesichert ist. Bis zu belastbaren Ergebnissen wäre jede Aussage über die Entstehung des Feuers Spekulation.

Der Brand trifft eine Region, die in diesem Sommer unter großer Trockenheit und hohen Temperaturen steht. Ausgedörrte Vegetation kann Funken schnell weitertragen, Wind macht aus kleinen Brandherden binnen kurzer Zeit eine ernste Gefahr. Die Präfektur hatte bereits vor dem Wochenende wegen des hohen Waldbrandrisikos Einschränkungen für Aktivitäten in und an Waldgebieten verfügt.

Für Taradeau und Les Arcs-sur-Argens bleibt der Montag damit ein Tag des Aufräumens und der Wachsamkeit. Die zerstörte Fläche wird erst im Tageslicht vollständig zu erfassen sein. Zunächst aber zählt für die Einsatzkräfte, dass aus den letzten rauchenden Stellen kein neuer Brand entsteht – und dass die Menschen in den umliegenden Häusern wieder Sicherheit gewinnen.

Quellen

  • Franceinfo
  • SDIS Var über Ici Provence
  • Tagesschau