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NEWSDESK · 05.07.2026

Costa Brava: Waldbrand erreicht das Massiv Les Gavarres – Tausende zum Zuhausebleiben aufgefordert

La Bisbal d'Empordà – 03.07.2026: In der Provinz Girona wütet seit dem 3. Juli ein großflächiger Waldbrand, der das geschützte Massiv Les Gavarres erreicht hat und mehrere Gemeinden an der Costa Brava unter Druck setzt. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde der Brand durch starke Tramontana-Winde immer wieder angefacht; die Rauchsäule war weithin sichtbar und beeinträchtigte zeitweise die Luftqualität in umliegenden Ortschaften.

Der Katastrophenschutz Kataloniens und die Feuerwehr mobilisierten binnen kurzer Zeit zahlreiche Einsatzkräfte an Boden und in der Luft, darunter Löschflugzeuge und Hubschrauber. Aus Sicherheitsgründen wurden in der Spitze rund 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner in betroffenen Zonen aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben, Fenster geschlossen zu halten und Straßen freizuhalten. Parallel richteten Gemeinden Informationspunkte ein, um besonders gefährdete Personen zu unterstützen. Nach offiziellen Hinweisen schwankte die Zahl der Betroffenen je nach Lagebild im Tagesverlauf.

Das Feuer fraß sich in schwer zugängliche Abschnitte des Hügellands und griff auf Eichen- und Korkeichenbestände im Naturraum Les Gavarres über. Erste amtliche Schätzungen sprechen je nach Quelle von mehreren Hundert bis zu über 700 Hektar verbrannter Fläche. Der dichte Bewuchs, sommerliche Trockenheit und Böen erschwerten die Arbeit der Löschtrupps. Einsatzleitungen setzten Brandschneisen und Prioritäten, um Gehöfte, Infrastruktur sowie Verbindungsstraßen zu sichern und ein Überspringen der Flammen in dicht besiedelte Küstenorte zu verhindern.

Die Regionalregierung rief die Bevölkerung dazu auf, nur verifizierten Anweisungen zu folgen und Gerüchte in sozialen Netzwerken zu meiden. Straßenabschnitte wurden zeitweise gesperrt, Ausflüge in den Naturraum untersagt. Campingplätze und Ferienunterkünfte erhielten Vorsorgehinweise; Reiseverkehr wurde gebeten, Alternativrouten zu nutzen und Einsatzachsen frei zu halten. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen überprüften Notfallpläne, um auf mögliche Evakuierungen vorbereitet zu sein.

Meteorologische Dienste warnten vor anhaltend böigem Wind, der die Ausbreitung unvorhersehbar machen könnte. Zugleich wurde auf eine mögliche Entlastung in den Abendstunden hingewiesen, wenn Feuchtigkeit und nachlassender Wind das Vorgehen am Boden erleichtern. Die Einsatzkräfte betonten, dass eine vollständige Kontrolle des Brandes von Wetterfenstern und der Stabilisierung der Flanken abhängt. Ermittlungen zur Brandursache laufen; offizielle Stellen machen hierzu bislang keine abschließenden Angaben.

Für die kommenden Tage bleiben Vorsicht und Disziplin der Bevölkerung entscheidend, um Rettungskräfte nicht zu behindern. Hinweise der Behörden umfassen das Meiden von Rauchgebieten, das Abschalten von Klimaanlagen auf Umluftbetrieb bei starker Rauchentwicklung sowie das Bereithalten von Ausweisdokumenten und Medikamenten für den Fall kurzfristiger Verlegungen.

Quellen

  • Franceinfo
  • Euronews
  • El País
  • Europa Press