Girona – 04.07.2026: Ein seit Freitag wütender Waldbrand im Gebiet von La Bisbal d'Empordà (Provinz Girona) hat nach offiziellen Angaben etwa 2.200 Hektar Wald- und Buschland vernichtet und Teile des Naturraums Les Gavarres bedroht. Einsatzleiter meldeten am Samstag Fortschritte bei der Sicherung besonders gefährdeter Abschnitte, vor allem an der rechten Flanke, warnten jedoch vor einer weiter angespannten Lage.
Vor Ort arbeiten mehr als 400 Feuerwehrleute der Bombers de la Generalitat, unterstützt von Einheiten der militärischen Notfalleinheit Unidad Militar de Emergencias (UME) sowie örtlichen Zivilschutzkräften und Freiwilligen. Am Boden sind Löschzüge, Geländefahrzeuge und Traktoren im Einsatz, aus der Luft unterstützen mehrere Löschflugzeuge und Hubschrauber die Eindämmung. Priorität hat der Schutz von Ortschaften und Infrastrukturen im Übergang von den Hügelketten der Gavarres hin zur Küste der Costa Brava.
Behörden setzten in mehreren Gemeinden Vorsichts- und Evakuierungsmaßnahmen um; sie sprachen von rund zehntausend betroffenen Personen, die Aufforderungen zum Verbleib in sicheren Bereichen oder zur zeitweisen Räumung folgten. Schulen, Sporthallen und kommunale Einrichtungen wurden kurzfristig als Aufnahmeorte vorbereitet. Nach bisherigen Meldungen gab es keine schwer Verletzten, einzelne leichte Blessuren bei Einsatzkräften wurden vor Ort behandelt.
Die meteorologischen Bedingungen erschweren die Löscharbeiten: Anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und wechselnde Winde begünstigen Glutnester und neue Feuerfronten. Fachleute der Agentes Rurals und der Bombers betonen, dass ein vollständiges Löschen Zeit benötigt und weitere Ressourcen bereitstehen müssen, falls die Windrichtung dreht. Die Einsatzkräfte richten Brandschneisen ein und sichern Zufahrten, um eine Ausweitung auf Tourismuszonen an der Küste zu verhindern.
Der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, ordnete präventive Sperrungen in Teilen des Schutzgebiets Les Gavarres an und kündigte eine enge Koordination mit den Zentralbehörden an. Vom erweiterten Lagezentrum aus wurden drei operative Ziele festgelegt: Schutz von Siedlungen, Sicherung kritischer Infrastruktur wie Straßen und Stromtrassen sowie Eindämmung in Richtung Küstenebene. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, unnötige Fahrten in den Einsatzraum zu vermeiden, um Rettungswege freizuhalten, und lokale Hinweise strikt zu befolgen.
Zur Ursache des Feuers liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor; Ermittlungen der Umweltbehörden laufen parallel zur Brandbekämpfung. Erst nach Stabilisierung des gesamten Perimeters wollen die Einsatzstäbe belastbare Zahlen zu Schäden an Vegetation, Wildtierhabitaten und betroffenen Gebäuden veröffentlichen. Angesichts der fortdauernden Trockenheit mahnen die Behörden zu äußerster Vorsicht im Freien, insbesondere beim Umgang mit Funken
Quellen
- El País
- Europa Press
- LaSexta
- El Nacional
- franceinfo