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C. Hatty · 10.06.2026

FIFA unterstützt inhaftierten Journalisten Christophe Gleizes mit symbolischer Akkreditierung für die Weltmeisterschaft 2026

Paris – 10.06.2026: In einer bemerkenswerten Geste der Solidarität hat die FIFA dem in Algerien inhaftierten französischen Journalisten Christophe Gleizes eine symbolische Akkreditierung für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erteilt. Diese Entscheidung wurde von Reporters sans frontières (RSF) als kraftvolles Signal der Unterstützung gewertet.

Christophe Gleizes, 37 Jahre alt, wurde am 28. Mai 2024 in Tizi Ouzou, Algerien, während eines Reportage über den Fußballclub Jeunesse Sportive de Kabylie (JSK) verhaftet. Ihm wurde "Apologie des Terrorismus" und "Besitz von Publikationen zum Zweck der Propaganda, die dem nationalen Interesse schaden" vorgeworfen. In erster Instanz wurde er am 29. Juni 2025 zu sieben Jahren Haft verurteilt, eine Entscheidung, die am 3. Dezember 2025 in der Berufung bestätigt wurde.

Trotz dieser schweren Vorwürfe und der langen Haftstrafe hat die FIFA nun eine symbolische Akkreditierung für die Weltmeisterschaft 2026 erteilt, die vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet. Diese Geste unterstreicht die Bedeutung von Gleizes' Arbeit als Sportjournalist und betont, dass seine wahre Bestimmung nicht hinter Gittern, sondern in den Stadien und den Kulissen solcher globalen Sportereignisse liegt.

Thibaut Bruttin, Direktor von RSF, kommentierte die Entscheidung der FIFA: "Sie erinnert daran, wie wichtig es ist, dass dieser Sportjournalist, der sich auf Fußball spezialisiert hat, nicht im Gefängnis ist, sondern in den Stadien und den Kulissen dieses bedeutenden Weltwettbewerbs." Diese Worte spiegeln die Entschlossenheit wider, die Gleizes' Unterstützer in ihrem Kampf um seine Freilassung zeigen.

Die Familie von Gleizes, insbesondere seine Eltern, haben wiederholt die Gnade des algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune erbeten. Trotz mehrfacher Bitten blieb eine Antwort bislang aus. Die jüngste Entwicklung, die symbolische Akkreditierung durch die FIFA, könnte jedoch neuen Schwung in die Bemühungen um eine mögliche Begnadigung bringen.

Diese Situation wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen Journalisten in autoritären Regimen gegenüberstehen, und betont die Bedeutung internationaler Solidarität und Unterstützung. Die FIFA hat mit ihrer Entscheidung ein starkes Zeichen gesetzt, das über den Sport hinausgeht und die universellen Werte der Pressefreiheit und Menschenrechte verteidigt.

Die internationale Gemeinschaft, einschließlich Organisationen wie RSF und die Familie von Gleizes, bleibt entschlossen, für die Freilassung des Journalisten zu kämpfen. Die symbolische Akkreditierung der FIFA könnte dabei ein entscheidender Schritt sein, um die Aufmerksamkeit auf diesen Fall zu lenken und den Druck auf die algerischen Behörden zu erhöhen, die Gnade für Gleizes zu gewähren.

Quellen

  • FIFA
  • Christophe Gleizes
  • Reporters sans frontières
  • Jeunesse Sportive de Kabylie
  • Abdelmadjid Tebboune