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NEWSDESK · 12.07.2026

Irans neuer Oberster Führer kündigt Vergeltung nach Tod Ali Khameneis an

Teheran – 11.07.2026: Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei hat nach dem Tod seines Vaters Ali Khamenei Vergeltung angekündigt. In einer öffentlichen Botschaft erklärte er, die Rache für das vergossene Blut seines Vaters und weiterer Getöteter werde unausweichlich erfolgen. Die Erklärung kommt in einer Phase anhaltender militärischer Spannungen zwischen dem Iran, Israel und den Vereinigten Staaten.

Ali Khamenei, der Iran seit 1989 als Oberster Führer geführt hatte, wurde am 28. Februar 2026 bei den ersten israelisch-amerikanischen Angriffen auf den Iran getötet. Iranische Staatsmedien bestätigten seinen Tod anschließend. Der 86-Jährige war die zentrale politische und religiöse Autorität der Islamischen Republik und hatte maßgeblichen Einfluss auf die Streitkräfte, die Sicherheitsorgane und die strategische Außenpolitik des Landes.

Mojtaba Khamenei trat nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolge an, ist seit Beginn des Krieges jedoch kaum öffentlich aufgetreten. Berichten zufolge wurde er beim Angriff auf den Familienkomplex verletzt. Seine nun verbreitete Erklärung ist deshalb auch ein politisches Signal nach innen: Die Führung in Teheran will Handlungsfähigkeit demonstrieren, obwohl die staatlichen und militärischen Strukturen durch die Angriffe erheblich unter Druck stehen.

Die Ankündigung fiel während der mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für Ali Khamenei. Bei diesen Veranstaltungen wurden Forderungen nach Vergeltung gegen die USA und Israel laut. Die konkrete Bedeutung der Botschaft Mojtba Khameneis blieb zunächst offen. Weder Zeitpunkt noch Form möglicher iranischer Maßnahmen wurden genannt. Die Drohung erhöht dennoch das Risiko weiterer Angriffe oder einer Ausweitung der Auseinandersetzungen in der Region.

Parallel meldeten die USA neue Militärschläge gegen iranische Ziele. Washington begründete diese mit Angriffen auf zivile Schiffe in der Straße von Hormus. Die für den weltweiten Energiehandel bedeutende Meerenge ist seit Beginn des Konflikts ein zentraler Schauplatz. Angriffe auf Handelsschiffe und militärische Gegenmaßnahmen haben die Sorge vor einer länger dauernden Störung wichtiger Seewege verstärkt.

Die Regierung in Teheran stellt den Tod Ali Khameneis als Angriff auf die staatliche Souveränität und die religiöse Führung des Landes dar. Israel und die USA sehen ihre Operationen dagegen im Zusammenhang mit militärischen Bedrohungen durch Iran. Eine unmittelbare diplomatische Entspannung ist nicht erkennbar. Internationale Beobachter richten den Blick nun besonders auf mögliche iranische Reaktionen und auf die Sicherheit der Schifffahrt im Persischen Golf.

Quellen

  • Associated Press
  • Axios
  • Franceinfo