Zurück

NEWSDESK · 19.07.2026

USA und Iran setzen Angriffe fort: Neue Eskalation rund um Kuwait

Kuwait-Stadt – 19.07.2026: Die militaerische Eskalation zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hat sich in der Nacht zum Sonntag erneut verschaerft. Nach Angaben aus Kuwait und Berichten internationaler Nachrichtenagenturen wurden Raketen und Drohnen aus Iran in Richtung des Landes abgefeuert. Die kuwaitischen Luftverteidigungskraefte gingen gegen die Angriffe vor. Auch Bahrain meldete erneut Luftalarm und Abfangmassnahmen.

Die USA erklaerten am Sonntag, sie hätten weitere Luftangriffe gegen Ziele der iranischen Revolutionsgarden geflogen. Washington begruendete die Operation mit einem Angriff auf einen US-Militaerstandort in Jordanien, bei dem nach amerikanischen Angaben zwei Soldaten getoetet wurden. Ein weiterer Soldat wird demnach vermisst, mehrere weitere wurden medizinisch behandelt.

Die genaue Zahl der Geschosse, die am 19. Juli auf Kuwait und weitere Staaten der Golfregion abgefeuert wurden, war zunächst nicht unabhaengig vollstaendig zu klaeren. Kuwaitische Stellen berichteten in den vergangenen Tagen wiederholt von Angriffen auf zivile und wichtige technische Einrichtungen. Dabei wurden nach offiziellen kuwaitischen Angaben unter anderem Anlagen der Stromversorgung und der Wasserentsalzung beschädigt.

Teheran stellt seine Angriffe als Reaktion auf die fortgesetzten amerikanischen Luftschlaege dar. Iranische Staatsmedien und die Revolutionsgarden erklaerten bereits zuvor, Stellungen und militaerische Infrastruktur der USA in Kuwait und Bahrain ins Visier genommen zu haben. Die Angaben der Konfliktparteien zu getroffenen Zielen, Schaeden und Opfern lassen sich derzeit nur teilweise unabhaengig bestaetigen.

Kuwait ist wegen der Stationierung amerikanischer Streitkraefte besonders stark von dem Konflikt betroffen. Im Land befindet sich unter anderem der Luftwaffenstuetzpunkt Ali Al Salem, der seit Monaten als mögliches Ziel iranischer Vergeltungsangriffe gilt. Die Regierung in Kuwait-Stadt verurteilte fruehere Raketen- und Drohnenangriffe als Verletzung ihrer staatlichen Souveraenitaet und des internationalen Rechts.

Die neuerlichen Angriffe treffen eine Region, die bereits durch die Kaempfe um die Strasse von Hormus belastet ist. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Energieexporte. Angriffe auf militaerische Ziele sowie auf Infrastruktur in den Anrainerstaaten haben die Sicherheitslage am Golf weiter verschaerft und die Sorge vor einer Ausweitung des Konflikts erhoeht.

Die Vereinten Nationen hatten Anfang Juli zu groesstmoeglicher Zurueckhaltung aufgerufen, nachdem die USA und Iran Ende Juni eine Vereinbarung zur Einstellung gegenseitiger Angriffe geschlossen hatten. Die juengsten Gefechte zeigen jedoch, dass diese Deeskalation nicht haelt. Ob es nach den Angriffen der Nacht zum 19. Juli neue diplomatische Vermittlungsversuche geben wird, war zunächst offen.

Quellen

  • Associated Press
  • Kuwaitisches Aussenministerium ueber Qatar News Agency
  • Vereinte Nationen
  • US Central Command ueber Iran Watch